Dübelmontage

Das Bohrloch

Man sollte beim Bohren stets darauf achten im rechten Winkel zum Untergrund zu bohren und keinen abgenutzten Bohrer zu verwenden. Vorgegebene Bohrlochtiefen und -durchmesser müssen eingehalten werden. Bei hohen Lasten in Poren- oder Gasbeton kann man 1mm kleiner bohren. Da Bohrmehl keinen Halt bietet und somit die Tragfähigkeit des Dübels beeinflusst sollte das Bohrloch unbedingt ausgeblasen werden.

Oft ist der genaue Baustoff nicht bekannt, dann empfiehlt sich eine Probebohrung. Dazu bohrt man mit einem Steinbohrer bei niedriger Geschwindigkeit und ohne Schlag ein Loch. Am Widerstand ist erkennbar, ob es sich um einen Festen Baustoff handelt oder um einen Baustoff mit Hohlkörpern. Bei einem Baustoff mit Hohlkörpern kommt es zu ruckartigem Bohrforschritt. Am Bohrmehl kann man dann in der Regel den Baustoff bestimmen. Beton produziert hellgraues/weißes Mehl, das staubfein aber noch rieselfähig ist, Bohrmehl von Porenbeton ist weiß, grobkörnig und leicht schmierig, Ziegel produzieren rotes Bohrmehl, bei Kalksandstein erhält man weißes, sandähnliches Mehl, das Mehl von Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten ist weiß bzw. grau und bleibt am Bohrer kleben.

Weiß man den Baustoff kann man auch das geeignete Bohrverfahren auswählen.

Drehbohren

Ist am besten für weiche, poröse Untergründe mit geringer Festigkeit (Porenbeton, Lochbaustoffe) geeignet. Um das Bohrloch nicht zu groß werden zu lassen und um die Stege im Stein nicht zu zerstören sollte ohne Schlagkraft gebohrt werden.

Schlagbohren

Bei Vollbaustoffen mit dichtem Gefüge und bei Vollsteinen sollte man mit hohen Umdrehungen und vielen kurzen, leichten Schlägen bohren.

Hammerbohren

Um zügig in Beton zu bohren sollte man mit geringer Umdrehung, wenigen Schlägen aber hoher Schlagenergie arbeiten.

 

Die Montage

Vorsteckmontage

Bei der Vorsteckmontage sollte der Dübel bündig mit der Baustoffoberfläche abschließen. Das Bohrloch ist größer als das Montageloch im Bauteil. Die Montage erfolgt in folgender Reihenfolge: Zuerst wird das Bohrloch erstellt, dann der Dübel eingesetzt und abschließend der Montagegegenstand angeschraubt.

Durchsteckmontage

Bei dieser Montage wird das Bohrloch durch das Bauteil hindurch erstellt. Daher sind Dübel- und Bohrlochdurchmesser, was eine leichtere Montage und eine höhere Passgenauigkeit ermöglicht. Der Dübel wird durch das Bauteil gesteckt und dann gespreizt.

Abstandsmontage

Bei dieser Art der Montage wird das Bauteil in einem festen Abstand zur Verankerungsoberfläche zug- und druckfest fixiert.

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