Korrosionsarten

Fremdrost


Festhaftende Partikel eines normalen Stahls können während sie an der Edelstahlschraube haften anfangen zu rosten. Dadurch kann die Passivschicht durchbrochen werden und es entsteht Lochfraßkorrosion.

Fremdrost entsteht durch:

  • Benutzung von Werkzeugen, die vorher an normalem Stahl benutzt wurden.
  • Funkenflug bei Nutzung eines Winkelschleifers oder bei Schweißarbeiten
  • Der Kontakt von rostenden Gegenständen mit der Edelstahloberfläche
  • Das abtropfen von rostdurchsetztem Wasser auf Edelstahloberflächen.

 

Wasserstoffversprödung

Wasserstoffversprödung kann immer dann vorkommen, wenn während Beiz- oder Reinigungsvorgängen atomarer Wasserstoff in die Stahloberfläche eindringen kann. Dieser wandert dann zu Zonen mit hoher Zugspannung, wo er sich anreichert und so den Metallverbund schwächt. Dadurch kann es zur Rissbildung kommen. Besonders oft tritt Wasserstoffversprödung bei Schrauben ab einer Güteklasse von 10.9 auf. Verhindert werden kann die Wasserstoffversprödung durch eine mehrstündige Wärmebehandlung bei 200°-300°C (tempern).

 

Spannungsrisskorosion

Spannungsrisskorossion kann bei durch Schweißen entstandene Eigenspannung entstehen. Häufiger entsteht sie allerdings bei Bauteilen, die starker mechanischer Zug- und Biegebelastung ausgesetzt sind.
In chlorhaltiger Umgebung sind austenitische Stähle dafür besonders anfällig. Auch die Temperatur spielt hierbei eine Rolle. Ab 50°C wird es kritisch.

 

Flächenabtragende Korrosion

Bei dieser Art der Korrosion wird die Oberfläche gleichmäßig abgetragen. Diese Art der Korrosion kann allerdings leicht durch die richtige Wahl des Werkstoffes vermieden werden. Schraubenhersteller veröffentlichen Beständigkeitstabellen die aufgrund von Laborversuchen Hinweise zum Verhalten des Werkstoffes geben.

 

Lochfraßkorrosion

Bei dieser Art der Korrosion entsteht eine flächenabtragende Korrosion mit zusätzlichen Mulden und Löchern. Diese durchbrechen örtlich die Passivschicht.
Es kann auch alleiniger Lochfraß entstehen. Dies geschieht bei Kontakt mit einem chlorhaltigen Medium oder durch Ablagerung von Rost. Daher empfiehlt es sich die Verbindungselemente regelmäßig von solchen Rückständen zu befreien. Austentische Stähle sind gegen Lochfraß grundsätzlich beständiger als ferritische Stähle.

 

Kontaktkorrosion

Sie entsteht wenn sich 2 Bauteile aus Metall unterschiedlicher Zusammensetzung in Kontakt befinden und dazu noch Feuchtigkeit in Form eines Elektrolyten vorhanden ist. Dadurch wird das unedlere Metall angegriffen und zerstört.

Kontaktkorrosion kann aber unter Berücksichtigung der folgenden 3 Punkte entgegengewirkt werden:

  • Kontaktvermeidung der Verbindung mit dem elektronischem Medium
  • Durch Gummi, Kunststoffe oder ähnliches die Metalle so Isolieren, dass kein Kontaktstrom fließen kann.
  • Ungleiche Werkstoffpaarungen vermeiden.

 

Korrosive Medien

Hiermit sind verschiedene chemische Stoffe wie unterschiedliche Säuren etc. gemeint die das Metall angreifen können. Auch hierzu gibt es von den Herstellern Tabellen. Zu beachten ist allerdings, dass diese Werte lediglich Richtwerte sind, die eine Vergleichsmöglichkeit bieten.

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