Losdrehsicherung

Diese Sicherungselemente verhindern eine Bewegung zwischen den Verbindungselementen und damit auch die Gefahr eines Losdrehens. Erreicht wird das durch Zähne, Rippen oder aber auch Klebstoffe. Bei dieser Art der Sicherung bleiben mindestens 80% der Vorspannkraft erhalten.

 

 

 

sperrende Elemente   Sperrzahn Schrauben kein Einfluss auf die Verbindung, unbegrenzt lagerbar
 Sperrverzahnung Schrauben Sperrzahn Muttern kein Einfluss auf die Verbindung, unbegrenzt lagerbar
klebende Elemente   Mikroverkapselte Klebstoffe kaum Einfluss auf die Verbindung, ca. 4 Jahre lagerbar
  Flüssig-Klebstoffe kaum Einfluss auf die Verbindung, ca. 1 Jahr lagerbar
 Keil-/Sperrverfahren   Nord-Lock Keilscheiben verringert die Klemmlänge, unbegrenzt Lagerbar

 

 

 

sperrende Elemente:

Bei dieser Sicherungsmethode befinden sich Sperrzähne an der Stelle der Schraube oder Mutter, die Kontakt mit der Oberfläche des Werkstücks bekommt. Diese Zähne sind so aufgebaut, dass die steilere Flanke der Losdrehrichtung zugewandt ist. Wird die Schraube dann eingedreht, dringt diese Sperrverzahnung in die Oberfläche ein. Da die Sperrverzahnung dadurch ähnlich einem Widerhacken wirkt, muss zuerst eine größere Kraft aufgewandt werden um sie zu lösen. Dadurch wird die Schraube gesichert und die Gefahr des Losdrehens verkleinert.
Für diese Art der Sicherung ist die Beschaffenheit der Oberfläche des Werkstücks und auch die Festigkeit der Sperrzähne wichtig.

 

klebende Elemente:

Hier unterscheidet man in flüssige Klebstoffe und mikroverkapselte Klebstoffe die bereits auf die Schraube aufgetragen sind. Flüssige Klebstoffe werden unmittelbar vor der Montage aufgetragen. Der Kleber härtet bei Metallkontakt und unter Luftausschluss aus und die Sicherungswirkung ist damit gegeben. Im Gegensatz zu flüssigen Klebstoffen ist bei den Mikroverkapselten Klebstoffe die Schraubensicherung bereits aufgetragen. Dadurch wird der Arbeitsschritt des Kleberauftrages gespart. Beim Eindrehen werden die Mikrokapseln zerstört und setzen so Kleber und Härter frei. Diese reagieren miteinander, wodurch der Kleber aushärtet und die Sicherungswirkung gegeben ist.

 

Keil-/Sperrverfahren:

Dieses Verfahren kommt bei Nord-Lock-Scheiben zum Einsatz. Nordlock-Scheiben werden immer paarweise angebracht. Eine Nord-Lock-Scheibe besitzt auf der einen Seite eine Sperrverzahung und auf der anderen Seite eine Oberfläche mit speziell gewählten Winkeln. Man bringt die beiden Nord-Lock-Scheiben mit den beiden Winkel-Oberflächen aufeinander zugewandt an. Dadurch entsteht, wie bei anderen Sperrverzahnungen auch, beim Eindrehen der Schraube ein Formschluss. In diesem Fall allerdings einmal zwischen Werkstückoberfläche und der unteren Nord-Lock-Scheibe und einmal zwischen Schraube und oberer Nord-Lock-Scheibe. Sollte die Schraube sich nun lockern passiert Folgendes: Die beiden Nordlock-Scheiben drehen sich gegeneinander. Die beiden Winkelflächen sorgen dabei für eine erhöhte Vorspannung, wodurch die Schraube sich quasi selbst sichert.

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